Abwechslung beim Vortrinken – Unsere Trinkspiel-Vorschläge für euren Partyabend

Nachfolgend werden in diesem Artikel unsere 5 Lieblingstrinkspiele vorgestellt. Wir haben Sie dabei versucht ausführlich zu erklären. Viel Spaß beim Vorglühen und auf der Party!

1. Beer Pong

Jeder der schon einmal eine gute Hausparty besucht hat, wird an diesem Klassiker schon sein Glück versucht haben. Beer Pong ist das Standard-Spiel auf WG-Partys oder zum Vorglühen schlecht hin. Was man dazu braucht? Eigentlich nicht viel:

  • ein Tisch: Im Normalfall eignet sich der Küchentisch. Eine Bierzeltgarnitur oder ein Tapeziertisch sind darüber hinaus optimal. Wer es professionell mag der kann im Internet auch einen Beer Pong Tisch erwerben der die Originalmaße umfasst und dementsprechend mit beklebt ist.
  • ein Tischtennisball: Hierbei eignen sich Handelsübliche Tischtennisbälle – am Besten immer welche in der Küchenschublade auf Vorrat haben.
  • Becher: Für ein anständiges Spiel sollten hier mindestens 12 Becher (6 Becher pro Seite) + 2 Becher in dem man die benutzten Tischtennisbälle abwaschen kann zur Verfügung stehen. Dabei eignen sich am Besten Plastikbecher. Auch hier gibt es Bechersets speziell für Beer Pong im Internet zu finden. Empfehlenswert ist es das Spiel mit 10 Bechern pro Seite zu spielen.

Die Becher werden dabei mit Bier gleichmäßig (gleiche Anzahl von verwendeten Flaschen mit identischer Größe auf beiden Seiten) gefüllt.

Spieldurchführung:

Durch das Werfen einer Münze, oder durch klassisches Schnick Schnack Schnuck, wird ausgewählt welche Seite das Spiel eröffnen wird. Empfohlen wird das Spiel pro Seite mit maximal 1-2 Teilnehmern pro Seite zu spielen.

Los geht’s! Der Ball muss nun direkt oder per Aufsetzer in die gegnerischen Becher befördert werden. Bälle die per Aufsetzer geworfen wurden dürfen durch das gegnerische Team weggeschlagen werden. Trifft der Ball in den Becher so muss dieser getrunken werden. Landen beide Bälle in ein und dem selben Becher so müssen alle drum herumstehenden Becher getrunken werden. Rollt der Ball auf dem Spielfeld beim Wurf zurück, so darf er von der einen Seite ab Höhe der Mitte des Tisches geschnappt werden. Der nun zu absolvierende Zusatzwurf muss als sogenannter Trickshot geworfen werden. Der Wurf wird somit mit einem Handicap geworfen beispielsweise mit verdeckten Augen oder mit Bande. Das Teams welches als erstes alle Becher leeren musste hat das Spiel verloren und muss die übrig gebliebenen Becher des gegnerischen Teams nun ebenfalls noch austrinken.

Besonders beim Beer Pong sollten die Regeln vor Spielbeginn klar definiert werden um unendliche Diskussionen während des Spielverlaufs vorzubeugen. Oft gibt es verschiedene Möglichkeiten der Spieldurchführung.

Wenn ihr euch mit anderen beim Beer Pong messen wollt, solltet ihr euch mal in eurer Stadt umschauen. Oft finden Turniere statt in dem ihr euch mit Gleichgesinnten leidenschaftlichen Bier trinkern und Beer Pong Spielern messen könnt.

2. Rage Cage

Beim Rage Cage handelt es sich um ein relativ simples Spiel mit hohem Potential in kürzestes Zeit, je nach dem wie gut oder schlecht man sich anstellt seinen Alkoholpegel schnell effektiv zu steigern. Es hört sich am Anfang komplizierter an als es letztendlich ist. Nach einer kurzen Proberunde sollte das Spielprinzip jedem verständlich sein.

Benötigte Utensilien:

  • Tisch: Um diesen stellen sich alle Mitspieler, so dass sich ein geschlossener Kreis ergibt.
  • Becher: Eine beliebigen Anzahl an Bechern wird auf dem Tisch platziert. Wie beim Beer Pong eignen sich hier am Besten Plastikbecher mit einer Füllmenge von 0,4 – 0,5 Litern.
  • 2 Tischtennisbälle: Zwingend notwendig sind die zwei Bälle um das Spiel durchführen zu können.

Spieldurchführung:

Alle teilnehmenden Personen stellen sich um den Tisch. Eine beliebige Anzahl von Bechern wird dabei mit Bier gefüllt und am Besten Kreisförmig in der Mitte des Tisches angeordnet. Nun müssen zwei Spieler gewählt werden, die das Spiel eröffnen. Empfehlenswert wäre hierbei, dass sich die Anfangsspieler gegenüber stehen, damit der Abstand zum Start gleich ist. Diese zwei Spieler nehmen sich jeweils einen Becher aus der Mitte und stellen ihn vor sich hin. Sobald das Spiel beginnt, müssen diese Spieler ihren Becher austrinken und vor sich hinstellen. Mit dem Tischtennisball müssen sie jetzt versuchen so schnell wie möglich per Aufpraller den Ball in den vor Ihnen stehenden Becher zu befördern. Dies wird so lange wiederholt bis der Becher getroffen wurde – hierbei ist zu beachten:

  • Treffer nach dem ersten Wurf: Ball und Becher dürfen einem beliebigen Mitspieler abgegeben werden (hierbei empfiehlt sich ihn direkt an den Spieler weiterzugeben welcher hinter demjenigen steht, der am dem zweiten sich im Spiel befindenden Becher sein Trefferglück versucht)
  • Treffer ab dem zweiten Wurf: Der Ball wird mit Becher im Uhrzeigersinn an den nächsten Mitspieler weitergegeben.

Da auf kurz oder lang, der ein oder andere beim Treffen des Bechers länger braucht, wird im Verlauf des Spiels der Becher eines Mitspielers eingeholt. Dabei wird der Verfolger-Becher in den von ihm eingeholten Becher gesteckt. Die Person dessen Becher eingeholt wurde gibt direkt den Stapel Becher der im Verlauf des Spieles weiter anwächst weiter und nimmt sich einen Becher aus der Mitte den er sofort zu leeren hat. Nun beginnt er wiederum mit der Jagd des Bechers. Das Spiel Rage Cage wird so lange gespielt, bis kein Becher mehr in der Mitte übrig ist.

3. Kings Cup

Wenn es nicht ganz so sportlich zu gehen soll wie beim Beer Pong oder beim Rage Cage dann ist Kings Cup das optimale Spiel um in den Partyabend zu starten.

Benötigte Utensilien:

  • Kartendeck mit möglichst 52 Karten, Spiel kann auch mit einem Skatblatt (32 Karten) gespielt werden, dadurch ergeben sich dann aber in der Spieldurchführung weniger Aktionen durch die fehlenden Karten mit den Wertigkeiten von 2 bis 6.
  • Größeres Glas / Behälter: Der Kings Cup sollte ein größeres Glas oder ein Behälter sein der in der Mitte des Tisches platziert wird.

Spieldurchführung:

Vor Spielbeginn werden die Karten gemischt und verdeckt kreisförmig um den Behälter in der Mitte platziert. Ein Spieler fängt nun an die erste Karte zu ziehen und muss nun die damit verbundene Aufgabe erfüllen. Alle Regeln die in Verbindung mit der Wertigkeit der Karte stehen sind noch einmal hier zusammengefasst:

  • 2 -Kategorie: Der Spieler wählt eine von ihm gewählte Kategorie aus wie beispielsweise Automarken, Bundesländer oder Tierarten aus . Der erste Spieler dem kein neuer Begriff mehr zu der Kategorie einfällt, oder einen bereits genannten Begriff wiederholt muss trinken.
  • 3 – Reim: Der Spieler wählt einen beliebigen Begriff aus, auf dem nun fortan die folgenden Mitspieler Reimen müssen. Wiederholt sich der Reim, oder fällt dem Spieler der gerade an der Reihe ist keiner mehr ein, so muss dieser trinken.
  • 4 – Questionmaster: Dem Spieler mit der Karte 4 sollten ab sofort keine Fragen mehr beantwortet werden. Diese kann er geschickt in die Konversation einbauen um andere Spieler zum trinken zu verführen. Beispielsweise mit der Frage nach der Uhrzeit. Sobald ein weiterer Spieler eine 4 zieht, wird der alte Questionmaster abgelöst.
  • 5 – Counter: Der Spieler sucht sich eine Zahl zwischen 3 und 9 aus. Dazu wird ein Begriff gewählt (beispielsweise „Ahoi“). Von nun an wird hoch gezählt und die gewählte Zahl durch den Begriff ersetzt, sowie deren Vielfaches und die Zahlen die die gewählte Zahl enthalten. Bei der Zahl DREI würde das Spiel dann folgendermaßen ablaufen: 1, 2, Ahoi, 4, 5, Ahoi, 7, 8, Ahoi, 10, 11, Ahoi, Ahoi, 14, Ahoi, 16 … . Macht ein Spieler einen Fehler im Zählen nach den genannten Regeln so muss dieser Trinken und der nächste Spieler zieht eine Karte.
  • 6 – Klokarte: Ohne Klokarte darf keiner der mitspielenden Teilnehmer auf die Toilette gehen. Beim Besuch der Toilette ist die Klokarte einzulösen. Hier solltest du die Intervalle gut mit deiner Blase zeitlich abstimmen.
  • 7 – Selber Trinken: Prost!
  • 8 – Mate: Suche dir einen Trinkpartner und verkette Leute. Verkette Leute müssen trinken, wenn
  • 9 – Regel: Der Spieler mit der Karte legt fortan eine beliebige Regel fest, die das ganze Spiel an überdauert. Bei Nichtbeachtung dieser Regel durch die Mitspieler oder ihn selber muss getrunken werden. Beispielsweise kann ich festgelegt werden nur noch mit der linken Hand zu trinken.
  • 10 Schlucke verteilen: Verteile 10 Schlucke an beliebige Mitspieler. Dabei aber nur maximal 5 an eine einzelne Person.
  • Bube – Alle Jungs müssen trinken: Prost Jungs!
  • Dame – Alle Mädchen müssen trinken: Prost Mädels!
  • König – Kings Cup: Das Glas / der Behälter in der Mitte wird nun mit dem Getränk des Spielers gefüllt der den König gezogen hat. Das Spiel ist beendet wenn der vierte König des Spiels gezogen wird. Derjenige der die Ehre hat die vierte Karte zu ziehen, darf nun den Kings Cup in der Mitte trinken.
  • Ass – Alle trinken!: Nun darf jeder mal – Prost!

4. Bus fahren

Alle einsteigen Bitte!

Benötigte Utensilien:

  • Kartendeck

Spieldurchführung:

Das Spiel Busfahren umfasst 4 Runden in dem ein Busfahrer ermittelt wird, der anschließend ein Endspiel alleine zu absolvieren hat. Die Anzahl der zu trinkenden oder zu verteilenden Schlucke erhöht sich pro Runde um einen Shot. Für die Spieldurchführung sollte ein Moderator gewählt werden, der die Karten im Uhrzeigersinn an die jeweiligen Spieler verteilt und die für die jeweils aktuelle Runde relevante Frage stellt die nachfolgend definiert sind.

Runde 1 (1 Schluck): Rot oder Schwarz? Die Farbe der gezogenen Karte zählt hierbei, ist die Antwort richtig, verteile einen Schluck – ist sie falsch trinke selber einen.

Runde 2 (2 Schlücke): Höher oder Tiefer? Der gefragte Spieler muss nun schätzen ob der Wert der nächsten Karte die er zieht, höher oder tiefer ist als der Wert der Karte aus Runde 1. Hat er recht, verteilt er zwei Schlücke – wenn nicht darf er selber zwei Schlücke trinken.

Runde 3 (3 Schlücke): Außerhalb oder innerhalb? Der gefragte Spieler schätzt nun ob die Wertigkeit der kommenden dritte Karte innerhalb oder außerhalb der zwei zu vor gezogenen Karten liegt. Auch hier gilt wie in den Runden davor, drei Schlücke verteilen oder selber trinken.

Runde 4 (4 Schlücke): Herz, Pik, Karo oder Kreuz? In der letzten Runde muss nun erraten werden welchen Wert die Spielkarte hat. Wurde richtig geraten dürfen vier Schlücke verteilt werden, ansonsten Prost!

Wer darf nun Busfahren?

Jeder Mitspieler hat nun 4 Karten auf der Hand. In der Mitte des Tisches werden nun 2 Reihen mit jeweils 4 Karten auf den Tisch gelegt. Es wird eine Gute Reihe (Himmel) und eine Schlechte Reihe (Hölle) bestimmt. Nacheinander werden nun die Karten aufgedeckt, im Wechsel zwischen den Reihen Himmel und Hölle. Mit der Reihe Himmel wird gestartet. Ziel ist es jetzt alle seine Karten loszuwerden. Hat die aufgedeckte Karte nun die gleiche Bild wie eine Karte des Decks des jeweiligen Spielers so darf diese abgelegt werden. Dabei zählt nur das Bild selber unabhängig von der Farbe und Wertigkeit (Herz, Pik, Karo, Kreuz). Kann man eine oder mehrere Karte auf das Deck Himmel ablegen so verteilt man bei der ersten Himmel Karte einen Schluck. Bei der Höllenkarte muss der Schluck aus dem Glas selber genommen werden. Die Anzahl der Schlucke die zu verteilen bzw. selber zu trinken sind steigern sich hierbei wieder von Runde 1 (erste Himmel + erste Hölle – Karte) bis Runde 4. Der Spieler der nun die meisten Karten noch immer auf der Hand hält, muss nun Bus fahren.

Ein Hoch auf unsern Busfahrer..Busfahrer!:

Es wird eine Raute aus verdeckten Karten auf dem Tisch Platziert. Empfohlene Anzahl ist hierbei die Kartenanordnung mit 7 Reihen wie folgt zu legen: 1 Karte – 2 Karten – 3 Karten – 4 Karten – 3 Karten – 2 Karten  -1 Karte. Der Busfahrer deckt nun Runde für Runde eine Karte pro Reihe auf. Trifft er nun auf ein Bild (Bube, Dame, König oder Ass) beim Aufdecken muss er so viele Schlucke trinken, wie Karten in der jeweiligen Reihe liegen und wieder von vorne anfangen. Ein unabhängiger Mitspieler füllt nun mit den noch übrig gebliebenen Karten das Spielfeld wieder auf in dem er den aufgedeckten Pfad mit neuen verdeckten Karten wieder auffüllt. Schafft der Spieler es von Reihe 1 bis Reihe 7 ohne das Aufdecken eines Bildes durchzukommen so ist das Spiel beendet, oder es sind alle Karten vom Stapel durch das Auffüllen des Pfades verbraucht.

5. Meiern

Benötigte Utensilien:

  • 2 Würfel
  • einen Würfelbecher
  • eine glatte Unterlage (damit die Würfel beim versteckten anschauen ruhig liegen

Spieldurchführung:

Ein Spieler muss den Anfang machen und startet das Spiel. Er würfelt nun und darf schaut sich die gewürfelte Augenzahl an, die er nicht den anderen Mitspielern zeigen darf. Die Würfelzahl deren Wert höher ist ergibt den Zehner-Teil, die kleinere Zahl den Einer Teil. Beispielsweise bei einer 6 und einer 1 ergibt das die Zahl 61. Würfelt der Spieler einen Pasch so ist die Wertigkeit höher als die Augenzahl. Sprich ein 1er Pasch (1,1) hat einen höheren Wert als die gewürfelte Zahl 61 (6,1). Der höchste Wert der somit gewürfelt werden kann ist ein 6er Pasch (6,6). Wird eine 21 gewürfelt (2,1) muss diese allen Mitspielern mitgeteilt werden. Dies ist der sogenannte „Meier“ bei dem alle Trinken müssen außer derjenige der das Glück hatte diesen zu würfeln.

Der Sinn des Spiels besteht darin, gewürfelte Zahl des vorherigen Spielers zu überbieten. Schafft man dies nicht muss man bluffen. Der Spieler der den Becher mit den Würfeln übergibt schaut verdeckt nach der gewürfelten Zahl. Er macht dem Spieler der neben ihm im Uhrzeigersinn sitzt nun ein Angebot. Glaubt der nächste Spieler dieses Angebot so muss er es zwingend überbieten und dem nächsten Spieler in der Runde anbieten. Vertraut er ihm nicht so muss der Spieler den Becher anheben und allen Spielern zeigen welcher Wert sich unter dem Würfelbecher befindet. Hat derjenige Spieler der die gewürfelte Zahl in Frage gestellt hat unrecht, so muss er einen Shot trinken – hat er Recht muss derjenige der Gelogen hat sich einen Shot genehmigen. Das Spiel kann beliebig lange Runden gespielt werden. Es gibt hierbei kein „definiertes“ Ende.

Wenn es schnell und unspektakulär Vorwärts gehen soll – Trichtern:

Relativ simpel und im Ergebnis äußerst Effektiv. Wer es ganz stumpf mag, der sollte zum handelsüblichen Trichter greifen der in jedem gut sortierten Baumarkt erworben werden kann. Dazu wird ein kleiner Schlauch benötigt der mit dem Trichter verbunden wird. Wer es hier professionell mag, kann zwischen Schlauch und Trichter noch einen Kugelhahn installieren, damit das Bier nicht direkt durch den Schlauch fließt. Eine zweite Person hebt nun den Trichter an, wodurch Druck aufgebaut wird. Durch das Öffnen des Kugelhahn bzw. kann der Schlau auch so lange mit dem Daumen zugehalten werden kann nun das Bier welches oben eingegossen wurde in schnellster Zeit geleert werden.